Warum greifen Soldaten Zivilisten an, wenn sie wissen, dass es falsch ist? Wahrscheinlich hat man ihnen etwas Großes versprochen. Sie wurden aufgehetzt, noch Schlimmeres zu tun.
Daher denken sie nicht
viel nach. Was ich nicht verstehe, ist, was mit ihrem Gewissen passiert ist.


Ein Opfer von Verstößen
gegen das HVR





 

Recht im Krieg:
Das humanitäre Völkerrecht

von Hans-Peter Gasser

Einleitende Bemerkungen zu Geschichte und Gegenstand
des
humanitären Völkerrechts

Humanitäres Völkerrecht ist Teil des universellen Völkerrechts. Das Völkerrecht oder das internationale Recht regelt das Zusammenleben der Glieder der internationalen Gemeinschaft, namentlich der Staaten, aber auch der internationalen Organisationen und anderer unmittelbar dem Völkerecht unterstellten Subjekte. Das Völkerrecht steht über den Staaten, und seine grundlegenden Normen sind für alle Staaten und anderen Völkerechtssubjekte verbindlich. Seine Ziele sind, in den Worten der Charta der Vereinten Nationen, die Sicherung des Friedens, der Schutz der menschlichen Person in einer gerechten Ordnung und die Förderung des sozialen Fortschritts in Freiheit.

Das humanitäre Völkerrecht oder Recht der bewaffneten Konflikte, früher auch Kriegsrecht genannt ist ein für Situationen bewaffneter Konflikte im allgemeinen Sprachgebrauch ohne Umschweife Krieg genannt geschaffenes Sonderrecht. Humanitäres Völkerrecht sucht die Auswirkungen des Krieges auf Mensch und Güter zu mildern, indem es erstens der Art und Weise Grenzen setzt, wie Krieg geführt werden darf und damit das Recht zur Wahl von Mitteln und Methoden der Kampfführung beschränkt, und zweitens die Kriegführenden zu Schonung und Schutz der nicht oder nicht mehr an militärischen Operationen teilnehmenden Personen verpflichtet.

Ist das heute, im ausgehenden 20. Jahrhundert, eine sinnvolle, ja legitime Zielsetzung?

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