Fachbücher

Humanitäres Völkerrecht

 Biegi, Mandana: Die humanitäre Herausforderung. Der International Criminal Court und die USA. 264 Seiten. (Nomos Verlag: 2004)

Das Verhältnis von Recht und Politik in den internationalen Beziehungen wird durch den Internationalen Strafgerichtshof grundlegend verändert. Das bedeutet für die Staaten einen Souveränitätsverzicht, zu dem die USA aber nicht bereit sind.
   

Fleck, Dieter (Hrsg.): The Handbook of International Humanitarian Law. 800 Seiten. (Oxford University Press: 2. überarbeitete Auflage 2009)

In der zweiten Auflage des Handbuchs bieten Experten eine umfangreiche Analyse des internationalen humanitären Völkerrechts. Behandelt werden u. a. die Themenbereiche geschichtliche Entwicklung, rechtliche Grundlagen, Schutz von Zivilpersonen, Verwundeten und Kranken sowie das Neutralitätsgesetz und die Durchsetzung des internationalen humanitären Völkerrechts. In englischer Sprache.

   
Frowein, Jochen u. a. (Hrsg.): Völkerrecht – Menschenrechte – Verfassungsfragen Deutschlands und Europas. Ausgewählte Schriften. 732 Seiten. (Springer Verlag: 2004)

In diesem Band versammelt Frowein Schriften zu den Themenbereichen Grundfragen des Völkerrechts, Grund- und Menschenrechtsschutz, Verfassung in Europa und Staatsorganisation.
   
Gasser, Hans-Peter: Humanitäres Völkerrecht. Eine Einführung. 253 Seiten. (Nomos: 2007)

Gasser gibt eine übersichtliche Darstellung des geltenden humanitären Völkerrechts und dessen Geschichte. Der Autor setzt sich auch mit aktuellen Fragen auseinander, z. B. Krieg gegen den Terror, Rechtsfragen in Zusammenhang mit besetzten Gebieten und Probleme bei der Durchsetzung des Rechts.
   
Hankel, Gerd/Stuby, Gerhard: Strafgerichte gegen Menschheitsverbrechen. Zum Völkerstrafrecht 50 Jahre nach den Nürnberger Prozessen. 536 Seiten. (Hamburger Edition: 1995)

Die Kriegsverbrechen in vielen Ländern werfen die Frage auf, was eine internationale Strafgerichtsbarkeit heute leisten kann. Ist sie denn in der Lage, bewaffnete Konflikte zu lösen oder zu verhindern? Wie leichtfertig wird sie geopfert, wenn sie politischen Interessen im Wege steht? Das Buch vermittelt ein umfassendes Bild von der Funktion des Rechts als Instrument der Friedenssicherung und Friedensschaffung.
   
Hasse, Jana/Müller, Erwin/Schneider, Patricia (Hrsg.): Humanitäres Völkerrecht. Politische, rechtliche und strafgerichtliche Dimensionen. 597 Seiten. (Nomos: 2001)

In diesem vielseitigen Sammelband beschäftigen sich zahlreiche Autoren mit allgemeinen und spezifischen Aspekten des humanitären Völkerrechts, seiner Entwicklung, Durchsetzung und Anwendbarkeit in so genannten „neuen“ Konflikten.
   
Hebenstreit, Johannes: Repressalien im humanitären Völkerrecht. 210 Seiten. (Nomos Verlag: 2004)

Das Buch ist eine detaillierte Untersuchung zur Frage, inwieweit Repressalien als klassische Maßnahmen zur Rechtsdurchsetzung im Völkerrecht noch erlaubt sind. Der Autor behandelt die Voraussetzungen und Grenzen solcher Maßnahmen in bewaffneten Konflikten.
   
Hobe, Stephan/Kimminich, Otto: Einführung in das Völkerrecht. 639 Seiten. (UTB: 2004/9., aktualisierte und erweiterte Auflage 2008)

Dieses Standardwerk befasst sich mit aktuellen Entwicklungen des Völkerrechts in Zeiten der Globalisierung. Zu den Schwerpunkten zählen die Thematiken Friedenssicherung, Schutz der Menschenrechte und das Recht der internationalen Wirtschaftsbeziehungen. Die Autoren schaffen mit dieser Publikation einen Brückenschlag zwischen Rechts- und Sozialwissenschaften.
   
Lorenzmeier, Stefan/Rohde, Christian: Völkerrecht. Schnell erfasst. 298 Seiten. (Springer: 2002)

Die Autoren bieten mit dieser Publikation eine äußerst übersichtliche und präzise Einführung in das Völkerrecht. Sie beschäftigen sich neben den gemeinen Lehren des Völkerrechts mit Spezialgebieten wie dem humanitären Völkerrecht, dem Seerecht, dem System der Vereinten Nationen, dem Strafrecht und dem Diplomaten- und Konsularrecht.
   
Nußberger, Angelika: Das Völkerrecht: Geschichte, Institutionen, Perspektiven. 128 Seiten. (Beck: 2009)

Angelika Nußberger schildert die Wichtigkeit internationaler Regeln für militärische Konflikte sowie den Kampf gegen Terror und Menschenrechtsverletzungen anhand der Geschichte und zentraler Konzepte des Völkerrechts. Dabei geht sie auch auf neuere Entwicklungen wie die internationale Strafgerichtsbarkeit ein.
   
Verlage, Christopher: Responsibility to Protect: Ein neuer Ansatz im Völkerrecht zur Verhinderung von Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. 433 Seiten. (Mohr Siebeck: 2009)

Verlage untersucht, ob die 2005 von der UN-Generalversammlung beschlossene „Responsibility to Protect“ bereits zu einer Norm des Völkerrechts geworden ist und analysiert die Auswirkungen dieser Rechtsentwicklung.
   
Wieczorek, Judith: Unrechtmäßige Kombattanten und humanitäres Völkerrecht. 397 Seiten. (Duncker & Humblot: 2005)

Wieczorek befasst sich mit der rechtlichen Stellung „unrechtmäßiger Kombattanten“ im humanitären Völkerrecht sowie mit der Bedeutung des Begriffs im aktuellen Kontext der Politik der USA gegenüber verdächtigen Personen im so genannten „war on terror“.
   

Zechmeister, David: Die Erosion des humanitären Völkerrechts in den bewaffneten Konflikten der Gegenwart. 241 Seiten. (Nomos: 2007)

Die gewandelte, stark asymmetrische Struktur militärischer Konflikte der Gegenwart wirkt sich auf die Durchsetzung und Akzeptanz des humanitären Völkerrechts aus. Der Autor analysiert dieses Phänomen der Nichtbeachtung anerkannter Normen anhand mehrerer Fallbeispiele.


Menschenrechte

Bendek, Wolfgang/Nikolova-Kress, Minna: Menschenrechte verstehen. Handbuch zur Menschenrechtsbildung. 464 Seiten. (Neuer Wissenschaftlicher Verlag: 2. Auflage 2009)

Trainingsbuch zum Thema Menschenrechte mit vielen Infos und Best-Practice-Beispielen. [Download]
   
Fritzsche, Peter K.: Menschenrechte. Eine Einführung mit Dokumenten. 406 Seiten. (UTB: 2. Auflage 2009)

Diese Einführung ist als grundlegendes Lehrwerk geeignet und beinhaltet ein umfangreiches Kapitel zur Menschenrechtsbildung als Menschenrecht sowie zahlreiche Internetlinks.
   
Hamm, Brigitte: Menschenrechte. Ein Grundlagenbuch. 177 Seiten. (Leske + Budrich: 2003)

Das Buch ist eine Einführung in das Thema Menschenrechte und in die Entwicklung des internationalen Menschenrechtssystems. Schwerpunkt sind die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte.
   
Ignatieff, Michael: Die Politik der Menschenrechte. 120 Seiten. (Europäische Verlagsanstalt: 2002)

Menschenrechte sind für Ignatieff nach dem grausamen 20. Jahrhundert der Kriege der kleinste gemeinsame Nenner internationaler Politik. Dass sie den Einzelnen vor dem Zugriff des Kollektivs schützen, ist ihre größte Stärke und zugleich ihre größte Schwäche. Was aber bedeutet Menschenrechtspolitik, was sind die Streitpunkte und Widersprüche im Spannungsfeld von Nationalismus, Globalisierung und Demokratie?
   
Kälin, Walter/Müller, Lars/Wyttenbach, Judith (Hrsg.): Das Bild der Menschenrechte. 720 Seiten. (Verlag Lars Müller: 2004)

„Das Bild der Menschenrechte“ deckt thematisch das ganze Spektrum der geltenden Menschenrechte und der Menschenrechtsverletzungen ab. Mittels einer sehr guten Text- und Bildauswahl verschafft das Buch vielfältige Einblicke in die komplexen Zusammenhänge. Das Buch erschließt der Menschenrechtsbildung neue Möglichkeiten, indem sorgfältig ausgewählte Texte mit der Kraft des Bildes gekoppelt werden.
   
Lenhart, Volker: Pädagogik der Menschenrechte. 254 Seiten. (Vs Verlag: 2006)

Das Buch umfasst die Bereiche Bildung über und für die Menschenrechte, Bildung als Menschenrecht und Menschenrechte in der Aus- und Weiterbildung von Personal in menschenrechtsrelevanten Berufsfeldern sowie die Rechte des Kindes.

Kinderrechte

Ariès, Philippe: Geschichte der Kindheit. 592 Seiten. (dtv: 1975/16. Auflage 2007)

Ariès erzählt die Geschichte der Kindheit. Anhand von historischen Beispielen zeichnet er die Entwicklung von Erziehungsmethoden und Familienstrukturen nach, mit denen Kinder konfrontiert sind. Ariès gibt Einblick in alle Lebensbereiche rund um Kindheit: Wie kommt es, dass Menschen einen Namen haben? Welche Ausdrücke für „Kind“ gab es in den verschiedenen Ländern? Wie ging man in der Literatur mit Kindheit um? Wie in der Kunst? Seit wann gibt es spezielle Kleidung für Kinder? Wie kam es, dass Kinder Schulen besuchen konnten? Ab wann gab es ein Familiengefühl?
   
Engelmann, Reiner: Kinder: ausgegrenzt und ausgebeutet. 143 Seiten. (Horlemann: 2008)

Obwohl sich fast alle Staaten zur Kinderrechtserklärung der Vereinten Nationen bekannt haben, sind auf der ganzen Welt Kinder Opfer von Ausbeutung und Ausgrenzung. Zwei Geschichten zeigen den harten Überlebenskampf ausgebeuteter Kinder auf, zusätzlich bietet ein Sachteil Informationen zur Thematik.
   
Engelmann, Reiner/Fiechtner, Urs M. (Hrsg.): Kinder ohne Kindheit. Ein Lesebuch über Kinderrechte. 210 Seiten. (Sauerländer Verlag: 2006)

Lesebuch mit Erzählungen, Berichten, Reportagen und Sachinformationen rund um die Konvention zum Schutz der Rechte von Kindern und Jugendlichen. Auch gut geeignet als Materialsammlung für Lehrer/innen und als Buch zum Stöbern für Jugendliche ab 14. Mit Originalbeiträgen von 25 renommierten Schriftstellern und Journalisten.
   
Liebel, Manfred: Wozu Kinderrechte – Grundlagen und Perspektiven. 240 Seiten. (Juventa: 2007)

Das Buch bietet eine Einführung in die Kinderrechte mit ihren verschiedenen Sinngehalten, Begründungen, Begrenzungen und Realitätsbezügen. Was wird getan und was ist zu tun, um die Rechte der Kinder Wirklichkeit werden zu lassen? Ein zweiter Teil vermittelt unter den Aspekten Ausgrenzung, Gewalt, Arbeit und Bildung einen Eindruck von den Versuchen und Schwierigkeiten, Kinderrechte weltweit durchzusetzen. Der dritte Abschnitt skizziert Prozesse und Probleme der Rezeption und Umsetzung der Kinderrechte in der Europäischen Union.
   
UNICEF (Hrsg.): Konvention über die Rechte des Kindes. Für Kinder erklärt. (2007)

Dazu gibt es auch eine Online-Version auf www.unicef.de.

Kindersoldaten

Beah, Ishmael: Rückkehr ins Leben: Ich war Kindersoldat. 273 Seiten. (Piper: 2008)

Ishmael Beah, geboren 1980 in Sierra Leone, war dreizehn Jahre alt, als er während des Bürgerkriegs von der Nationalarmee als Kindersoldat rekrutiert wurde. Unter Drogen gesetzt, wurde er Zeuge grausamer Gewalttaten und selbst gezwungen, zu töten. Beah berichtet aus eigener Perspektive über seine Erfahrungen im Krieg und sein „neues“ Leben danach.
   
Büttner, Christian/Mehl, Regine et.al. (Hrsg.): Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten. Lebensumstände und Bewältigungsstrategien. 244 Seiten. (Campus: 2004)

In Kriegs- und Krisengebieten haben Kinder als Opfer natürlicher Katastrophen oder kriegerischer Konflikte meist schlechte Chancen zu überleben. Wie können betroffene Kinder geschützt werden?
   
Dahlmann, Dittmar (Hrsg.): Kinder und Jugendliche in Krieg und Revolution. Vom Dreißigjährigen Krieg bis zu den Kindersoldaten Afrikas. 226 Seiten. (Schöningh Verlag)

Dieses Buch fragt danach, wie Gesellschaften in Extremsituationen wie Kriegen mit ihren Kindern umgehen.
   
Keitetsi, China/Engeler, Sigrid: Sie nahmen mir die Mutter und gaben mir ein Gewehr. Mein Leben als Kindersoldatin. 336 Seiten. (Ullstein: 2003)

Die erschütternden Erlebnisse einer Kindersoldatin aus Uganda: Mit acht Jahren wird China Keitetsi von Soldaten in der Nähe ihres Heimatdorfes verschleppt. Im Rekrutierungslager lernt sie den Umgang mit der Waffe und kämpft bald als Soldatin. Im Alter von neunzehn Jahren kann sie fliehen.
   
Pittwald, Michael: Kindersoldaten, neue Kriege und Gewaltmärkte. 142 Seiten. (Sozio-Publishing: 2., überarbeitete und erweiterte Auflage 2008)

Kämpfende und in bewaffneten Einheiten arbeitende Mädchen und Jungen zwischen zehn und 18 Jahren gehören heute zur Realität zahlreicher Kriegsschauplätze. In diesem Buch werden Voraussetzungen und Bedingungen für die Versklavung von Kindern als Soldaten in den Fokus gerückt.
   
Rehrl, Annette: "Sie zwangen mich zu töten": Afrikas verlorene Kinder. 233 Seiten. (Droemer/Knaur: 2006)

Die Autorin schildert in bewegenden Portraits die Lebensumstände afrikanischer Kinder, die, u. a. als Soldaten eingesetzt, schreckliche Verbrechen miterleben mussten. Dennoch haben sie die Hoffnung auf eine selbst bestimmte Zukunft nicht aufgegeben.
   
Saro-Wiwa, Ken: Sozaboy. 268 Seiten. (dtv: 1997)

Sozaboy nennen sie ihn – den Jungen, der unbedingt in den Krieg will. Auch wenn keiner so genau weiß, gegen wen man kämpft und wo, geschweige denn, warum. Der Autor Ken Saro-Wiwa setzte sich in Nigeria für Umweltschutz und Menschenrechte ein und machte auf die Katastrophe der Ausbeutung der Ölvorkommen (z. B. durch Shell) aufmerksam. 1994 erhielt er den Alternativen Nobelpreis und wurde für den Friedensnobelpreis 1996 nominiert. Im November 1995 wurde er von der Militärdiktatur Nigerias zum Tode verurteilt und hingerichtet.
   

Weiss, Sönke C.: Das Mädchen und der Krieg. Die Geschichte einer Kindersoldatin. 141 Seiten. (Brendow: 2006)

Der Autor beschreibt in seinem Roman die wahre Geschichte des Mädchens Hope, das aus Uganda in den Sudan verschleppt wird und dort gezwungen wird als Kindersoldatin bei der paramilitärischen Gruppe „Widerstandsarmee des Herrn“ (Lord’s Resistance Army) zu dienen. Doch Hope gelingt die Flucht.


Landminen

Bohle, Vera: Mein Leben als Minenräumerin. (Fischer Verlag: 2005)

Vera Bohle schildert ihren Arbeitsalltag als Minenräumerin in internationalem Krisengebiet. Sie beschreibt dabei nicht nur die Strapazen einer hoch riskanten Tätigkeit, sondern berichtet auch über politische Hintergründe ihrer Einsätze und teilt so manche Anekdote mit, die verdeutlicht, was es heißt, die einzige Frau in einem Minenräumteam zu sein.
   
Einsele, Lukas/Steinbeck, Carolyn: One Step Beyond. Wiederbegegnung mit der Mine. 280 Seiten. (Hatje Cantz Verlag: 2005)

Die Autoren lassen Minenopfer aus Angola, Afghanistan, Bosnien und Kambodscha über ihren Unfall berichten, skizzieren den Unfallort und portraitieren Opfer mit einer Großbildkamera. Antiquarisch erhältlich.
   
McGrath, Rae: Landmines and Unexploded Ordnance. A Resource Book. 288 Seiten. (Pluto Press: 2000)

McGrath führt mit dem Buch in das Thema ein und macht Zusammenhänge sichtbar. Rae McGrath ist einer der führenden Köpfe der Anti-Landminen-Kampagne und ein anerkannter Experte zum Thema. In englischer Sprache.
   
Strada, Gino: Grüne Papageien: Als Chirurg bei den Opfern der Landminen. 176 Seiten. (Peter Hammer Verlag: 2001)

Der Autor ist seit fünfzehn Jahren an den Kriegsfronten der Welt als Chirurg für die zivilen Opfer tätig. Er berichtet von seinem Alltag und weist auf die dramatischen Folgen von Landminen hin. Strada ist der Gründer der italienischen Hilfsorganisation „Emergency“. Antiquarisch erhältlich.

Flucht

Grunert, Christine: Asyl: bedrohtes Recht. 128 Seiten. (Horlemann Verlag: 2008)

Die Autorin setzt sich mit der Situation von Flüchtlingen auseinander – in Deutschland, in Europa und weltweit. Im ausführlichen Sachteil des Buches erläutert sie u. a. die Ursachen für Flucht und Vertreibung, das Asylrecht, die Abschiebungspraxis und nicht zuletzt, was im Rahmen der Flüchtlingshilfe für betroffene Menschen getan werden kann.
   
Hirsch, Helga: Schweres Gepäck. Flucht und Vertreibung als Lebensthema. 257 Seiten. (Edition Körber-Stiftung: 2004)

Das Buch präsentiert Menschen der zweiten Generation von Vertriebenen. Hirsch beschreibt deren Suche nach ihren Wurzeln und die Belastungen durch den Heimatverlust. Neben sieben, in literarischer Form festgehaltenen Lebensläufen, analysiert die Autorin in ihrem Begleittext die Erfolge und Misserfolge von Integration.
   
Milborn, Corinna: Gestürmte Festung Europa. 280 Seiten. (Styria Verlag: 2006)

Das Buch beleuchtet Brennpunkte der europäischen Flüchtlings- und Migrationspolitik, an den Rändern, den Grenzen, den Vororten. Das Panorama umfasst die Flüchtlingscamps auf dem afrikanischen Kontinent, die Vororte von Paris oder die lebensgefährlichen Risiken, die Menschen auf der Flucht auf sich nehmen.
   
Pfau, Ruth: Das Herz hat seine Gründe. Mein Weg. 240 Seiten. (Herder: 2007)

Die engagierte Ärztin Ruth Pfau ist in der pakistanischen Provinz Belutschistan unterwegs, als der Anschlag auf die Twin Towers stattfindet. Kurz darauf fallen amerikanische Bomben auf Afghanistan. Ruth Pfau weigert sich, Pakistan zu verlassen, und hilft den Hunderttausenden Flüchtlingen in Karachi … Auch in diesem Buch erzählt die Menschenrechtsaktivistin von ihrem unermüdlichen Einsatz in der islamischen Welt.
   
Schumacher, Sebastian: Gesetzessammlung Fremdenrecht. Fremdenrechtspaket 2005; Gesetzessammlung zu Migration, Ausländerbeschäftigung, Asyl und Verwaltungsverfahren. 490 Seiten. (Schumacher Eigenverlag – Pichler Medienvertrieb: Wien 2006)

Die Neuauflage des Ratgebers des Fremdenrechtsexperten Sebastian Schumacher bringt Licht in die unübersichtlichen und nebulösen Gänge des Fremdenrechts. Die Lektüre ist ein Muss für alle, die sich mit Asyl, Niederlassung, Staatsbürgerschaft etc. auseinandersetzen wollen und müssen.
   
Weinzierl, Ruth: Flüchtlinge: Schutz und Abwehr in der erweiterten EU. Funktionsweise, Folgen und Perspektiven der europäischen Integration. 388 Seiten (Nomos: 2005)

Durch seinen rechtspolitischen Ansatz ist dieses Buch für Juristen, Politikwissenschaftler und politisch interessierte Laien ein Gewinn.
   
Weiss, Hilde. Leben in zwei Welten. Zur sozialen Integration ausländischer Jugendlicher der zweiten Generation. 246 Seiten. (Verlag für Sozialwissenschaften: 2007)

In dem Band werden die Ergebnisse eines zweijährigen Forschungsprojekts zur sozialen Integration der zweiten Ausländergeneration dargestellt. In den einzelnen Kapiteln werden die Lebensverhältnisse und die heterogenen Realitäten Jugendlicher verschiedener Herkunftsländer und -kulturen (Türkei, das ehemalige Jugoslawien, Osteuropa, außereuropäische Länder) aufgezeigt, aber auch die aktuellen Theorien und Konzepte diskutiert.

Frauenrechte

Fürntratt-Kloep, Ernst F.: Soziale Gleichheit und Frauenrechte im weltweiten Vergleich. 347 Seiten. (Papyrossa Verlagsgesellschaft: 2001)

Der Autor untersucht die Ressourcenverteilung und Frauengleichberechtigung in 160 Ländern. Seine Grundlage: Rund achtzig statistische Indikatoren. Antiquarisch erhältlich.
   
Nagelschmidt, Ilse: Menschenrechte sind auch Frauenrechte. 234 Seiten. (Leipziger Universitätsverlag: 2002)

Das Buch ist als zweiter Band der Reihe „Leipziger Studien zur Frauen- und Geschlechterforschung“ erschienen. Die Autorin ist Direktorin des Zentrums für Frauen- und Geschlechterforschung der Universität Leipzig. Antiquarisch erhältlich.
   
Neuhold, Brita/Pirstner, Renate/Ulrich, Silvia: Menschenrechte – Frauenrechte. Internationale, europarechtliche und innerstaatliche Dimensionen. 316 Seiten. (Studien Verlag: 2003)

Dass Recht spannend und auch für Nichtjuristen sehr gut beschrieben sein kann, beweist dieses gute und wichtige Handbuch. Ein Nachschlagewerk zu Geschichte und Status Quo von Frauenrechten.
   
Voykowitsch, Brigitte: Göttinnen und Frauenrechte: Indiens Töchter. 168 Seiten. (Picus: 2000)

Die Autorin hat auf ihren Reisen durch Indien überall mit Frauen gesprochen: Auf dem Land, in städtischen Slums. Sie portraitiert Frauen, die ums tägliche Überleben kämpfen und solche, die als Politikerinnen, Anwältinnen, Unternehmerinnen oder Künstlerinnen Karriere gemacht haben.

Frauen im Krieg

Durham, Helen/Gurd, Tracey (Hrsg.): Listening to the Silences. Women and War. 280 Seiten. (Brill Academic Pub: 2005)

In dieser Publikation werden die unterschiedlichen Rollen von Frauen und ihre Bedürfnisse während bewaffneter Konflikte untersucht. Dem entsprechenden Rechtsbereich wird sehr viel Aufmerksamkeit gewidmet, so werden u. a. Weiterentwicklungen in der Rechtssprechung und die Implementierung internationaler Beschlüsse beobachtet. In englischer Sprache.
   
Riverbend: Bagdad Burning. Ein Tagebuch. 400 Seiten. (Rowohlt: 2007)

Sie nennt sich Riverbend und lebt in Bagdad. In ihrem Internet-Tagebuch (www.riverbendblog.blogspot.com), das nun als Buch erschienen ist, beschreibt sie ihren Alltag im Irak. Vor dem Krieg hatte Riverbend einen Job als Informatikerin, doch jetzt ist sie arbeitslos. Sie muss ihr tägliches Leben organisieren und lernen, mit der Angst vor Bomben und Anschlägen umzugehen … Ein berührendes Zeitdokument.
   

Rostami-Povey, Elaheh: Afghan Women – Identity and Invasion. 142 Seiten. (Zed Books: 2007)

Die Autorin, Lektorin an der School of Oriental and African Studies der Londoner Universität, hinterfragt die symbolische, konservative Rolle, die Frauen in Afghanistan während des Taliban-Regimes und der Invasion unter der Führung der USA bis heute (u. a. in den Medien) zukommt und stellt ein vielfältiges Frauenbild jenseits von Stereotypen dar. In englischer Sprache.

   
Schäfer, Rita: Frauen und Kriege in Afrika. Ein Beitrag zur Gender-Forschung. 520 Seiten. (Brandes und Apsel Verlag: 2008)

Rita Schäfer beschäftigt sich in ihrer Studie mit den langfristigen Folgen der Beteiligung junger Frauen an antikolonialen Kriegen im südlichen Afrika. Sie zeigt die gegenseitige Abhängigkeit zwischen Geschlechterverhältnissen und historischen, sozio-ökonomischen und politischen Kriegsursachen auf.

Gefangene/Folter

Chomsky, Noam: Power and Terror. US-Waffen, Menschenrechte und internationaler Terrorismus. 102 Seiten. (Europa Verlag: 2004)

Der weltweite Terrorismus könnte deutlich verringert werden, würden die USA aufhören, ihn zu unterstützen und sich daran zu beteiligen. Noam Chomsky, US-amerikanischer Linguistik-Professor und Philosoph, kritisiert die seiner Meinung nach falsche Politik der USA scharf und führt als Beweis für diese u. a. den Vietnam-Krieg, die langjährige Unterstützung des Irak und das Embargo gegen Kuba an.
   
Chomsky, Noam: Der gescheiterte Staat. 399 Seiten. (Kunstmann: 2006)

„Gescheiterte Staaten“ kümmern sich wenig um die Einhaltung des Völkerrechts, die Sicherheit ihrer Bewohner und den Schutz der Bürgerrechte. Die USA haben seit Jahrzehnten den Plan, solche „Schurkenstaaten“ wieder auf den Weg von Freiheit, Recht und Demokratie zu führen. Doch lässt sich die Supermacht USA nicht bereits selbst als „gescheiterter Staat“ definieren, der die globale Sicherheit gefährdet?
   
Chomsky, Noam: Interventionen. 224 Seiten. (Edition Nautilus: 2008)

Eine spannende Sammlung von Kolumnen, in denen sich Noam Chomsky kritisch zur aktuellen Politik äußert. Die Texte aus den Jahren 2002 bis 2008 sind präzise Analysen, in denen sich der Autor u. a. mit dem Irak-Krieg, der Regierung George W. Bushs und der israelischen Invasion in den Libanon beschäftigt.
   
Dieckmann, Dorothea: Guantánamo. 158 Seiten. (Klett-Cotta: 2004)

„... hierneben ist es die stupende Verfügung über die Mittel literarischer Introjektion, die diesen Roman zu einem der großen, vielleicht dem ersten großen deutschen seit der Jahrtausendwende macht.“(FAZ) Antiquarisch erhältlich.
   
Foucault, Michel: Überwachen und Strafen. Die Geburt des Gefängnisses. 396 Seiten. (Suhrkamp: 1. Auflage 1977/Neuauflage 2008)

„Marter, Bestrafung, Disziplin, Gefängnis – das sind die vier großen Themen in Michel Foucaults erfolgreichem und fesselndem Buch über die Geburt des Gefängnisses, mit dem er eine schonungslose Inventur der Entwicklung der Gefängnis- und Bestrafungsstrukturen seit Mitte des 19. Jahrhunderts vornimmt und die modernen Gesellschaften als »Disziplinargesellschaften« ausmacht.“ (www.suhrkamp.de)
   
Pastouna, James/Ipsen, Knut/Pyka, Marcus/Wriedt, Markus: Guantanamo Bay. Gefangen im rechtsfreien Raum. 190 Seiten. (Europäische Verlagsanstalt: 2005)

Das für Taliban- und Al Qaida-Kämpfer eingerichtete Gefangenenlager auf Kuba ist zum Inbegriff staatlicher Willkür, vollkommener Rechtlosigkeit und Folter geworden. Der Dokumentarfilmer James Pastouna hat dort den Seelsorger für die muslimischen Gefangenen interviewt.
   
Peters, Edward: Folter. Geschichte der peinlichen Befragung. 270 Seiten. (Europäische Verlagsanstalt: 2003)

Der Rechtshistoriker Peters analysiert die Ursachen für das Wiederaufleben der Folterpraxis im 20. Jahrhundert und begründet, warum Folter nicht Bestandteil des modernen Rechtsstaats sein kann. Ein Standardwerk.
   
Reemtsma, Jan Philipp: Folter im Rechtsstaat? 154 Seiten. (Hamburger Edition: 2005)

Der Autor beschäftigt sich mit der u. a. nach dem 11. September 2001 in den USA aufgeworfenen Frage, ob Folter in einem modernen Rechtsstaat unter bestimmten Bedingungen legitim sein kann. In seinem Buch diskutiert Jan Philipp Reemtsma, Stifter und Vorstand des renommierten Hamburger Instituts für Sozialforschung, ganz unterschiedliche Argumente hinsichtlich dieser Thematik.
   
Reemtsma, Jan Philipp: Vertrauen und Gewalt: Versuch über eine besondere Konstellation der Moderne. 576 Seiten. (Pantheon Verlag: 2009)

Wie kann es in der Moderne, in der Gewalt wie nie zuvor tabuisiert wird, immer wieder zu heftigen Gewaltexzessen kommen? Unter Einbeziehung von Mythologie, Literatur, Populärkultur und Gesellschaftstheorie sucht Jan Philipp Reemtsma eine Antwort auf diese Fragestellung.
   
Rose, David: Guantanamo Bay. Amerikas Krieg gegen die Menschenrechte. 191 Seiten. (s. Fischer: 2004)

Daseinsberechtigung des Lagers nicht nur moralisch und rechtlich in Frage. ... Fazit: Eine schockierende Reportage, die mit stichhaltigen Beweisen argumentiert.“ (literature.de) Antiquarisch erhältlich.

Private Militär- und Sicherheitsunternehmen

Feichtinger, Walter/Braumandl, Wolfgang/Kautny, Nieves-Erzsebet (Hrsg.): Private Sicherheits- und Militärfirmen: Konkurrenten – Partner – Totengräber? 327 Seiten. (Böhlau: 2008)

Das Buch gibt einen breiten Überblick über das hochaktuelle Thema der privaten Sicherheits- und Militärfirmen, indem es die unterschiedlichsten Perspektiven und Argumentationen zu politischen, rechtlichen, militärischen und operativen Aspekten gegenüberstellt.
   
Pfeiffer, Georg: Privatisierung des Krieges? Zur Rolle von privaten Sicherheits- und Militärfirmen in bewaffneten Konflikten. 172 Seiten. (Franz Steiner Verlag: 2009)

Der Autor untersucht die Konsequenzen des staatlichen Gewaltmonopols in privater Hand – inwieweit werden private Militär- und Sicherheitsfirmen von staatlicher Seite gefördert und wo hat ihre Einflussnahme ihre Grenzen?
   
Scahill, Jeremy: Blackwater. Der Aufstieg der mächtigsten Privatarmee der Welt. 399 Seiten. (Rowohlt: 2009)

Private Militärfirmen wie Blackwater führen u. a. im Irak Krieg für die USA und agieren dabei in einer rechtlichen Grauzone, praktisch immun gegen Strafverfolgung. Spannende Rechercheergebnisse über die Organisation Blackwater und ihre Hintergründe.
   
Uesseler, Rolf: Krieg als Dienstleistung. Private Militärfirmen zerstören die Demokratie. 256 Seiten. (Ch. Links Verlag: 3. erweiterte und aktualisierte Neuauflage 2008)

Mit der Entstehung und der Vermehrung von privaten Militärfirmen hat sich die internationale Politik gewandelt. Die Unternehmen bieten ihre Kriegsdienste in internationalen Konflikten an und können von den Nationalstaaten kaum mehr kontrolliert werden. Rolf Uesseler erläutert das Phänomen der „Privatisierung des Krieges“, seine Akteure und Gefahren, wie etwa die Aushebelung des humanitären Völkerrechts.
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